KIM UND ULI IN AUSTRALIEN Jedes Abenteuer ist nur eine Entscheidung von uns entfernt...

Mo

07

Sep

2009

Sydney to Melbourne od. "Melban"

Tschüss artenberaubendes Sydney und Hallo schreckliches Melbourne

Unser vorzeitiger Abschied von Sydney endete mit einem gemütlichen Picknick im Royal Botanic Garden und einem darauf folgenden artenberaubenden Ausblick von der Harbour-Bridge.

Zunächst zur vorangegangenen Nacht. Den Kim und Uli freuten sich schon auf eine Nacht allein im 4-Bettzimmer, doch nach genauerem Umsehen in „unserem“ Zimmer entdeckte Uli die Tasche eines neuen Mitbewohners zu erst. „Kannste knicken!“. Gut dachten wir uns kennen wir ja schon. Die Nacht folgte und wir schwören wir haben kein Auge zu gemacht. Unser Mitbewohner Juan Carlos hat Berge versetzt, genauer gesagt ganze Hektar Wald abgeholzt und wir wundern uns über Klimawandel. Völlig entnervt kämpften wir uns um 5.00Uhr aus dem Bett und beschlossen in Park zu gehen. Gefrühstückt und auf geht’s, wieder mal die Pitt Street entlang (man kennt sich ja aus). Bei Sonnenschein quatschten, aßen und schliefen wir ohne zu bemerkten, dass wir die Landebahn einer Ente erwischt hatten. Diese kam im Sturzflug auf uns zu und bremste nur knapp vorher. Wir hätten uns ja auch entschuldigt, doch die Ente war schneller. Sie machten ihren Ärger dadurch deutlich, dass sie uns direkt vor die Füße kackte. Na toll warum immer wir???

Um unseren Sydneyaufenthalt mit einem Highlight abzuschließen beschlossen wir die Harbourbridge zu überqueren. Noch ein paar schöne Fotos geschossen und die Aussicht genossen und dann ging es auch schon zurück ins Hostel packen für den nächsten Tag.

MELBOURNE

Eine weitere Schnarch reiche Nacht ging zu Ende und wir machten uns am frühen Morgen mit dem Zug auf nach Melbourne. Die Zugfahrt verlief ohne weitere spannende Ereignisse, ausgeschlossen davon ein recht übel riechender Herr, der es pflegte stündlich durch unseren Wagon zu spazieren. Na toll warum immer wir? Außerdem freuten wir uns wie kleine Kinder, als wir unser erstes Känguru sahen. Wir sind also tatsächlich in Australien. Nach 11 Stunden Fahrt wollten wir einfach nur  ein Hostel finden, dass überhaupt ein Zimmer für uns hat.  Tja an diesem Punkt können wir sagen, darüber hätten wir uns keine Sorgen machen müssen. Denn als wir unser Hostel fanden (welches wir  im Internet gefunden hatten), ahnten wir schon, dass es irgendwie anders aussah. Da wir aber tot müde waren, wollten wir einfach nur noch ins Bett, egal in welches, dachten wir….! Eine leicht verwirrte, komisch wirkende Frau öffnete uns und erklärte uns alles. Brav bezahlten wir gleich für zwei Nächte (ja wir waren NAIV).   Die Treppe mit gefühlten 50kg auf dem Rücken hoch gekämpft traf uns der erste Schlag. Der Blick war frei auf unsere Badezimmer. Schimmelnde Dusche, plus irgendetwas Braunes dessen Herkunft auf die Schnelle nicht zu bestimmen war. Achso Türen Fehlanzeige. Naja wird halt nicht geduscht, dachten wir. Der Versuch ins Zimmer zu kommen scheiterte nicht nur, weil wir die Tür nicht aufbekamen, sondern weil wir schon so fix und fertig waren, dass wir dafür keine Ruhe mehr hatten. Ein netter Herr (Beschreibung folgt) half uns die Tür aufzuschließen. Jetzt war alles vorbei. Die Bruchbude Namens 2b/c gab uns den Rest. „Der nette Herr“ folgte uns ins Zimmer und verkündete, dass wir im besten Zimmer gelandet sind, allein schon weil er da auch drin wohnt. JA WOHNT, ALSO GANZ. Uns wurde schlecht.  Schweißausbrüche folgten. „Der Herr“ dessen Namen wir nicht wissen (nicht wissen wollen) machte uns netter Weise die Heizung an, damit wir Mädels es warm haben und verließ das Zimmer. OH MEIN GOTT warum immer wir?? (Kim verzweifelt: „ Wir werden bestraft, wir müssen was getan haben, dass schlimmer ist als Mord!“) Wir schauten uns um, wir hätten es lassen sollen. „Der Herr“ entpuppte sich als ehemaliger Knasti (GIBT ES WAS SCHLIMMERES ALS MORD????) der unter anderen auch Pornos im Zimmer liegen hatte, nichts gegen Pornos, aber wieder ein Blick auf die Heizung und wir ergriffen die Flucht. Es folgte ein Verzweifelter Anruf bei Mama-Silke, die uns riet, das Hostel zu verlassen und uns schnellst möglichst ein Hotel-Zimmer zu suchen. Es war schließlich schon halb Zehn abends und da noch ein Hostel-Zimmer zu finden, in einer uns unbekannten Stadt war undenkbar (oder um es mit Ulis Worten zu sagen: „Kannste knicken!“).  Wir kamen bis zur „Rezeption“. Die „Frau“ schien leicht psychopathisch zu sein und verstand überhaupt nichts und fragte uns mehrmals „What´s the problem!“ Es schien, als wenn sie uns mit ihren Augen töten wollte und lies uns nach geschlagenen zehn Minuten, in den wir ihr verzweifelt versuchten klar zu machen, dass das Hostel ein Drecksloch ist und wir hier weiß Gott nicht schlafen wollen, gehen. Hotel gefunden fix und fertig gingen wir erst mal duschen (der Hostel-Geruch verfolgte uns noch). Völlig müde schliefen wir auf der Stelle ein.

Sorry an alle Melbourne-Bewohner und Liebhaber, wir sind froh, dass es morgen weiter nach Adelaide geht. Vielleicht sieht man diese Stadt ja irgendwann nochmal von einer anderen Seite. Aber erst mal  nur weg hier.

 

Ersten Eindruck nochmal  überdacht, bei einer näheren Analyse Melbournes sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass „Melban“ doch eine recht ansehnliche Stadt ist. DOCH unser Herz gehört Sydney!!!

 

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