KIM UND ULI IN AUSTRALIEN Jedes Abenteuer ist nur eine Entscheidung von uns entfernt...

Fr

11

Sep

2009

ALICE SPRINGS

ALICE SPRINGS- die Stadt des roten Zentrums Australiens

Von einer eintägigen Busfahrt durchs Outback, bis hin zu Käfern im Hostelbett und unglaublicher Aussicht, mal wieder die ganze Palette dabei, die wir abdecken können!

Unsere weitere Reise verlief unsererseits pünktlich, andererseits unpünktlich. Oder um es anders auszudrücken, auch die Busfahrer erfüllen, dass Klischee eines unpünktlichen Australiers, aber nun von vorn.

Wieder einmal vollbeladen standen wir am Samstag den 05.09.2009 um 17.30Uhr in der Busstation in Adelaide. Vorerst allein, denn hier nimmt man es nicht so genau, ob die Abfahrt wirklich dann losgeht, wann sie es auch ursprünglich sollte. Schließlich konnte es aber losgehen 20 Stunden Busfahrt durchs Nichts.

Zum Glück war der Bus nicht voll besetzt, dementsprechend konnten wir wunderbar schlafen. Kleinere Wehwehchen mit einbegriffen;-). Das erste Kleine Highlight bzw. ein Erlebnis, dass wir euch nicht vorenthalten wollen, kam mit einem großen Gepoltere. Aus dem Schlaf gerissen folgende Reaktionen Kim:“ Uli ich hab´s dir doch gesagt, dass was passiert, wir stehen hier verdammt nochmal im Nichts!“ Uli:“ Na toll, ich hab so schön geschlafen!“.  Flink wie eine Gazelle hüpfte unser Busfahrer aus dem Fahrzeug und schaute ein bisschen hinter sich, dann untern Bus um dann wieder einzusteigen mit dem Kommentar:“ Keine Ahnung was das war, aber wahrscheinlich das Känguru, dass ich eigentlich zum BBQ verspeisen wollte!“ Die Fahrt konnte weiter gehen.  Noch ein paar lebende Kängurus gesichtet und den wunderschönen Sonnenaufgang betrachtet und dann kam die Frühstückspause in der Kim genüsslich ihren sorgfältig ausgesuchten und TEUER bezahlten Apfel essen wollte. Nichts da! Denn kaum war sie ausgestiegen kam der Busfahrer ihr hinterher und erzählte ihr, dass sie einen Apfel nicht mit in ein anderes Land nehmen darf (damit meinte er die einzelnen Staaten, da waren wir zu dem Zeitpunkt schon im Northern Territory).

In Australien ist es verboten, Obst und Gemüse von dem einen Staat in den anderen mitzunehmen, ja Mensch wer soll das denn wissen??? Warum ist uns bis heute auch schleierhaft!

Achso gefrühstückt haben wir deswegen überrings nichts mehr und da wir auch nichts weiter zu essen mit hatten musste das Essen überhaupt warten bis zum nächsten Tag.

Angekommen in Alice Springs sind wir dann letztlich doch noch ohne weitere Vorkommnisse! Unser Hostel wurde spontan aufgesucht bzw. es war das einzige was wir am späteren Tage noch auffinden konnten.

Es wäre eine große Überraschung, wenn es ein vernünftiges Hostel gewesen wäre, oder? Ja allerdings und diese Überraschung blieb uns leider verwehrt. Meister sind wir jedenfalls in dem Motto EINE NACHT ÜBERBRÜCKEN! Die Betten (Hochbetten: Uli verfolgte die Angst herunter zu fallen) und unsere Mitbewohner hielten uns jedenfalls von einer erholsamen Nacht ab, aber nicht das, dass nicht schon normal wäre. Achso wir suchten auch verzweifelt nach Decken (Kim an Mama-Kim: „Ja ich hätte doch die Decken aus dem Flugzeug klauen sollen, aber die waren wirklich nicht soooo schön!“)!

Naja unsere Mitbewohner, wie könnte es anders sein, Asiaten checkten am nächsten Tag aus und ließen sich die halbe Nacht Zeit ihre Koffer immer wieder aufs Neue, umzupacken.  Leider viel uns keine passender Spruch auf Englisch ein, außer „Fuck“, sonst lernt man sowas ja nicht in der Schule. Danke an unsere lieben Englischlehrer.

Aber das waren nicht alle Mitbewohner, im Halbschlaf entdeckte Kim krabbelnde Geschöpfe in ihrem Bett. Wieder einmal Tiere dessen Namen uns unbekannt bleiben. Fakt ist nur, dass es verschieden waren, kleine, große, rote, gelbe und ja tatsächlich auch grüne.

Die Nacht überlebten wir jedenfalls und zogen am nächsten Tag ins gemütliche „Desert Rose Inn“. Die Inhaberin stellte recht schnell fest, dass wir Deutsche sind und verkündete uns, dass sie selbst auch aus Deutschland kommt und hilfsbereit und lieb wie sie ist bot sie uns, egal bei welchen Problemen ihre Hilfe an.

Den Tag verbrachten wir erst mal damit einen Plan zu finden, wie wir nach Cairns kommen. Wir hatten die Wahl zwischen 5 Tage Busfahrt mit 4 ungewissen Nachtaufenthalten oder einem 4 stündigen Flug. Wir entschieden uns mit ein bisschen Bauchweh für die zweite Variante. Ansonsten bestiegen wir den Anzac-Hill von dort aus wir eine wunderschöne Aussicht auf Alice Springs und seine Umgebung hatten.

The ROCK-TOUR

Von singenden Dingos über ein Dinner-for Sunset-Gucker bis hin zum Highwaybowling, dass Alles bot der Tag im Outback.

Halb fünf in Alice Springs und ratet mal wer da schon wach war? Ja okay diesmal nicht ganz freiwillig, aber für heute stand eine Tagestour zum Ayers Rock, The Rock oder auch Uluru genannt an. Mal wieder eine Verspätung australischer Seits. Unser Busfahrer und gleichzeitig auch Tourführer holte uns zwanzig Minuten zu spät ab. Weitere Tourgefährten eingesammelt (Durchschnittsalter bleibt unser Geheimnis;-)) und nun konnte es los gehen.

Breakfastpause wurde am Jim´s Place gemacht. Ein kleine Range mit kleinen und großen Stars, denn als wir in unser Bacon-Cheese Sandwich (Überrings unser neues Lieblingsessen, natürlich getoastet!) bissen, kläffte uns ein kleiner Dingo an, der schließlich auf das offene Klavier sprang und in die Tasten haute. Achja und gesungen hat er auch. Denn es war nicht irgendein Dingo, sondern es war der weltberühmte Dinky-de-singing-Dingo. Nach seiner kleinen Showeinlage ging es weiter durchs Outback. Ihr fragt euch jetzt sicherlich wer die großen Stars waren oder? Das liegt doch wohl auf der Hand: WIRJ!

Fotopause am MT Conner oder einfach nur The Hill genannt. Natürlich blieb auch diese Pause nicht ohne Überraschungen, denn um es jetzt mal uncharmant auszudrücken Kim musste dringend auf die Toilette und dachte sie nutzt mal schnell die Gelegenheit. Die Toilette die sie zu benutzen versuchte, war zwar in einem Toilettenhäuschen und hatte auch eine recht europäisch aussehende Kloschüssel, aber nichts mit Spülung. Das Ding war ein Loch und erinnerte doch sehr an Plumsklozeiten. Der Geruch braucht nicht erwähnt zu werden. Uli wollte sich auch schon auf den Weg machen, doch nachdem Kim angeekelt zurück kam und nichts mehr rausbekam außer: „ BÄÄÄÄÄÄH“ und „Wenn ich nicht soo dringend gemusst hätte…!“ fiel Uli ein: „Okay ich muss doch nicht!“

Uli (belustigt) und Kim( nach wie vor angeekelt) stiegen wieder in den Bus und die Tour ging weiter….endlich da ist er, der große,  große Stein ULURU. Doch bevor wir um den Uluru herumliefen ging es noch in den Nationalpark der Aborigines. Schön war´s! Schön kulturig, buntig und interessantig!

Die Wanderung konnte losgehen. Hätten wir die Nuschelsprache unseres Coachdrivers besser beherrscht dann hätten wir sicherlich noch mehr über die Geschichte des Ayers Rocks gelernt, aber auch so war es sehr spannend und ein unglaubliches Erlebnis.

Noch einen Abstecher zu den Olgas gemacht (auch Steine, wie könnte es anders sein) und es ging gegen Abend zu einem Aussichtsplatz von dem aus man den Sunset vor dem Uluru ansehen konnte. Dabei hatten wir ein schönes Dinner mit endlich einmal frischen (SALAT WIE GÖTTLICH) und leckeren Dingen. Und Sekt gab es auch. Der Sonnenuntergang war traumhaft und wird uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Ziemlich geschafft, aber glücklich traten wir die Rückfahrt an.

Unser Busfahrer scherzte schon: „ The Highway is like bowling.  Noch lachten wir, aber nur bis zum ersten lauten Knall. An dieser Stelle unsere Reaktion Kim: „Oh nein Uli, das war ein Känguru!“ Uli: „Ja ich hab es nur noch fliegen sehen.“ Und ein paar Minuten später fügte sie ganz trocken hinzu: „Mensch Kim jetzt hab ich tatsächlich schon mehr Kängurus überfahren, als lebend gesehen.“

Nur zur Beruhigung:

1.       Unser Busfahrer war ein verdammt schlechter Bowler (denn er verfehlte weitere Kängurus- zum Glück!!!)

2.       Desweiteren haben wir inzwischen ganze Kängurufamilien gesehen

In Alice Springs verabschiedeten wir uns von unseren neu gewonnenen Freunden:

Ein älteres Ehepaar aus Deutschland, deren scherzhafte Auseinandersetzungen uns sehr amüsierten. Einer Belgierin, mit der wir sehr nette Gespräche führten. Ein junger Mann, dessen Herkunft uns verborgen blieb, mit dem wir aber eine ganze Sektflasche köpften. Sowie weitere interessante Menschen und mal wieder auch zwei Asiaten, die es pflegten immer die besten Fotos zu schießen und sich dabei auch gerne mal in den Vordergrund drängten.

Abschließend AAT-Kings (unsere Tourgesellschaft) danke für einen wunderschönen, unvergesslichen Tag!

FLUG NACH CAIRNS

Da war nun der Tag vor dem wir wohl ein bisschen Angst hatten. Ja gut wir hatten es uns selber ausgesucht, aber umso näher wir dem Airport kamen, desto unsicher wurden wir. Um es kurz und knapp zu sagen: WIR HABEN BLUT UND WASSER GESCHWITZT!

Dafür nur ein paar Gründe die wir nennen wollen:

1.       Flughafen von Weitem nicht zu erkennen, vom Nahen war es auch nur ein Häuschen

2.       Reisepasskontrolle Fehlanzeige, also wir hätten auch Frida und Erna sein können

3.       Flugzeug…nein wie süß

4.       Nach Einstieg ins Flugzeugchen fragende Blicke: „Wo war jetzt die Landebahn??“

 

Irgendwie haben wir es dann doch in die Luft geschafft und der erste Flug Richtung Ayers Rock verlief reibungslos bis zur Ruckartigen Kurve unserer Piloten Uli total aufgelöst: „Mensch so geht das aber nicht, dass hätte die auch sanfter machen können!“

Ausgestiegen nochmal schnell das Gepäck kontrolliert und wieder ins Flugzeug. „Irgendwie sieht das wie Unsers aus!“

Weiterer Start, noch schnell was gegessen und dann die Aussicht genossen (soweit waren wir vom Boden nämlich nicht entfernt). Sicher landeten wir auf dem Flughafen von Cairns, wo dann auch schnell unsere letzte Sorge vom verlorenen Gepäck behoben wurde.

Also liebe Leute auch ein Inlandsflug, sowie starten und landen am Outbackflughafen überlebt man.

Sooo und jetzt geht’s auf Cairns zu erkunden. Der Bericht wird bald möglichst erfolgen, also habt Geduld und schaut fleißig vorbei

Die Überlebensspezialisten Uli und Kim

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