So
11
Okt
2009
TOWNSVILLE
Was für eine Busfahrt. Es war die bisher kürzeste Strecke, aber dafür auch so ziemlich die schlimmste Busfahrt die wir hatten. Es begann mit einem der maßen genervten und unfreundlich Busfahrer (sind wir hier in Australien überhaupt nicht gewöhnt) und endete mal wieder, mit einem durchgeknallten Typ, der wie sollte es auch sonst sein, auch nach Townsville wollte. Der „Typ“ torkelte schon in den Bus und wir scherzten noch, dass er sicherlich hinter uns sitzen wird. Ja und natürlich saß er hinter uns. „Kim ich würde langsam wirklich gerne mal wissen, was wir verbrochen haben?!“ –„Uli, das ist der falsche Ansatz, du musst dankbar sein für das was wir haben!“- „Ja DANKE!“
Nachdem der Typ mehrmals gegen Kim´s Sitz boxte und es uns dann doch langsam etwas zu laut und unangenehm wurde setzten wir uns um. Zwar hörten wir seine Selbstgespräche, die meistens aus dem Wort „F**k“ und „F**king“ bestehen, noch immer, aber wenigstens saß er uns nicht mehr im Rücken.
Die bergige Fahrt hielt uns auch vom Schlaf ab und auch ansonsten fühlten wir uns nicht so recht wohl. Nach 6 Stunden waren wir dann da. Der wie schon erwähnte, schlechte gelaunte Busfahrer hielt direkt vor unserer Accomodation (Unterkunft), aber nicht das er uns rausgehen lassen wollte. Erst nachdem Kim und Uli einfach ihre Rucksäcke packten, lies er uns gehen und wir waren heil froh endlich da zu sein.
Die Unterkunft für eine Nacht war mehr schlecht als recht, aber fürs schlafen hat es gereicht.
Am nächsten Morgen gingen wir dann auf Hostelsuche. Wir hatten noch zwei weitere Adressen und suchten zunächst das Reef Lodge Hostel auf. Die Dame die uns empfing war aber auch wieder mal sowas von unfreundlich, dass wir kein weiteres Interesse daran hatten, hier einzuchecken. Die zweite Adresse hatten wir vom Civic Guest House. Hier buchten wir direkt zwei Nächte in einem Doppelzimmer und können uns mit der neuen Unterkunft zufrieden geben. Sie ist zwar mehr als bescheiden, aber da wir schon schlimmeres gesehen haben geht es uns hier ganz gut.
1. Tag Townsville:
Nachdem wir also im Civic Guest House eingecheckt hatten wollten wir zum Strand. Sachen gepackt und los ging´s. An der Strandpromenade merkten wir so viele Leute die gen Himmel schauten. Ihren Blicken folgend entdeckten wir mehrere Militärflugzeuge. Schien eine kleine Show zu sein und fasziniert suchten wir uns ein schönes Aussichtsplätzchen. Wir ahnten nicht, dass diese vermeintliche Militärshow nur ein Probedurchlauf für den nächsten Tag werden würde.
Als keine Flugzeuge mehr folgten, konnte es endlich ab ins lang ersehnte Meer gehen. Die Wellen waren der hamma (Carina weißte Bescheid, Schätzelein;-))! Mehrfach sahen wir das Wasser nicht nur von oben. Immer wieder das gleich „AArrgh!“ Blubb blubb, weg waren wir. Wie kleine Kinder stürzten wir uns immer wieder auf´s neue in die Wellen. Völlig erschöpft und doppelt so schwer wie vorher, da wir ein Haufen Sand mit uns trugen, ging es zur Dusche. Schon halb unter der Dusche stehend. „Hm funktioniert nicht!“ Zum Glück entdeckten wir noch weitere Duschen. Tot müde fielen wir schon zur frühen Abendstunde ins Bett.
2. Tag Townsville:
Von Uli schon lange heiß erwartet ging es heute ins Reef Aquarium. Dort erwarteten uns eine Menge bunter Fische und wir behaupten jetzt mal so, wir haben alle Tiere aus Findet Nemo gesehen. Jaaaa auch Nemo selbst;-). Unter anderem war dort auch ein Wassertunnel. Über uns hinweg schwammen Haie jeglicher Art und EINE große Schildkröte. Leider nur eineL. Etwas enttäuscht fanden wir später noch kleiner Schildkrötenexemplare. Aber wir hätten doch ganz gerne noch mehr große Turtels gesehen.
Nachdem Aquarium machten wir uns auf zur Strandpromenade, wo uns ein Schlag traf: „Was ist denn bitte das?!“- Tausende und über tausende Menschen erwarteten uns. Der Grund für das beisammen Treffen der ganzen Stadt, sowie weitere Touristen, war die WIRKLICHE Flugshow der US-Armee. Wir mussten etwas suchen bis wir ein geeignetes Plätzchen fanden, an dem wir uns nieder lassen konnten. Von dort aus hielten wir mehr als häufig den Atem an, bei den Kunststücken die uns am Himmel gezeigt wurden. Kims Kaffeesucht meldete sich und sie beschloss sich ihr hinzugeben. Sich auf den Weg machend und immer wieder fluchend, dass es überall so voll war, beschloss sie schon denn etwas weiter abgelegenen Coffee Shop aufzusuchen. Doch dazu kam es nicht. Mitten aus einer Menschtraube heraus, glaubte sie ihren Augen kaum, als plötzlich die drei Jungs Axel, Thorsten und Thomas auf sie zu kamen (unsere Bekanntschaften aus Cairns). Erst mal großes Erstaunen und Gelächter und schließlich beschlossen alle erstmal zurück zu Uli zu gehen. Zu fünft machten wir es uns auf einem Handtuch bequem und tauschten unterschiedliche Erlebnisse aus. Bis die Jungs berichteten, dass noch ein Feuerwerk kommen soll. Kaum, dass sie diese Worte aussprachen ging es auch los. Das Feuerwerk war so beeindruckend, dass wir teilweise kein Wort mehr rausbekamen. Wir ärgern uns, dass wir aus Vorsicht unsere Kameras nicht mit hatten, an dieser Stelle Axel, Thorsten, Thomas: „Könnt ihr uns bei Gelegenheit welche schicken, BITTE BITTE!?“J.
Ein sehr schöner Tag ging zu Ende.
3. Tag Townsville:
Heute war nicht so viel los, trotzdem ein schöner Tag. Eigentlich wollten wir in den Botanic Garden, leider verlief unsere Suche erfolglos. In Townsville scheint zurzeit große Sanierungsarbeit geleistet zu werden, denn irgendwie jede Straße, die wir entlang laufen wollten, war gesperrt. Uli hatte schon langsam die Faxen dicke und nur Kim noch ein wenig Optimismus ans Ziel zu kommen. Wiedermal vor einer Absperrung stehend. Uli: „ Jetzt reichts, willste hier jetzt rüber hüpfen oder was?!“ – „ Na dann eben nicht!“ also ging es gleich an den Strand. Erneut machten wir das Meer unsicher oder um es anders auszudrücken, das Meer uns.
4. Tag Townsville:
Der heutige Tag war ein absoluter Organisationstag. Hier ein paar Zeilen über das wahre Leben eines Backpackers;-):
Zunächst musste ein Bus gebucht werden nach Rockhampton immer wieder spannend, da man nie genau weiß, wann sie fahren können etc. Wenn die Fahrt gebucht ist, braucht man aber auch dringend ein Bett oder besser gesagt zwei. Also auf in ein Internetcafé und bei Reisebine nach einem guten Hostel suchen. Die nächste Zitterpartie. Hat das Hostel unserer Wahl auch zwei Betten für uns? So ist das geregelt, folgen Dinge, wie einkaufen, Wäsche waschen und wieder Koffer packen.
Wenn man als Backpacker Uli und Kim heißt verläuft es meistens nicht ganz reibungslos. Entweder, die Busfahrt wird beschissen, das Hostel oder wie an diesem Tag die Wäsche. Denn diese sollte 1. Nicht voller Flusen sein und 2. Nicht in der tropischen Luft trocknen, sondern 1. In einer sauberen Waschmaschine gewaschen werden und 2. In einem funktionieren Trockner getrocknet werden.
Dafür haben wir uns abends nochmal zum Abschied im Meer abgekühlt.
Es folgte der Abreisetag. Wie immer warten, dass die Zeit umgeht und hoffen, dass es eine halbwegs angenehme Fahrt wird und uns am Ziel eine vernünftige Unterkunft erwartet.
Das war das Abenteuer Townsville und nun folgt Rockhampton. Der nächste Bericht soll wieder recht schnell folgen, da wir aber derzeit nur über wenig Internetmöglichkeiten verfügen, könnte es zu Verzögerungen kommen, wir bitten dies zu entschuldigen und wünschen noch einen angenehmen Aufenthalt auf unserer Seite;-).
Danke für´s Aufmerksame Lesen und Unterstützen unserer Seite und natürlich unserem Abenteuer Australien
Vom anderen Ende der Welt grüßen und drücken euch
Uli (jetzt im Club der 20.) und Kim (die noch 29 Tage warten muss/darf)
hi maedels..also hat meine ueberraschung geklappt!? das war ulis nachtraegliches und kims vortraegliches birthdaygeschenk..hab obama mal eben darum gebeten, ein paar seiner nicht schlecht aussehenden
armee-leuten im flieger rueber zu schicken... ^^
hihi...
gute reise..kussis
