KIM UND ULI IN AUSTRALIEN Jedes Abenteuer ist nur eine Entscheidung von uns entfernt...

Fr

16

Okt

2009

Brisbane Teil 1

Brisbaaaaaane oder Brissie 1. Woche

Von Regengüssen über intellektuelle Auswanderer bis hin zu einem unvergesslichen Zoobesuch, auch Brisbane wird uns in Erinnerung bleiben.

Nach nur 4 Stunden Fahrt waren wir schon an unserem Ziel  Brisbane. Das YHA auch gleich gefunden. Sind darin mittlerweile richtige Profis. Klamotten untergebracht und Mensch wir haben sogar Schränke, ist denn das die Möglichkeit?!

Schnell das Hostel erkundet und ja es ist wirklich schön und sogar hochmodern, wir sind fasziniert.

Am nächsten Tag hieß dann die erste Mission…einkaufen bei COLES, nichts gesundes aber dazu billiges Zeug zum Essen gefunden. Aufgabe erledigt. Zweite Mission: Brisbane erkunden. Dazu gehört natürlich auch die legendäre South Bank. Ein Park mit einer Lagune direkt am Brisbane River, der zur Expo 1988 angelegt wurde (ja wir haben auch was gelernt). Dabei viel uns auch das riesen Riesenrad auf, gut man sah es auch schon von der artenberaubenden Aussicht von der Terrasse unseres Hostels, aber da viel es uns eben genauer auf. Das kommt natürlich auf unsere To-Do-Liste. Danach bummelten wir noch durch die zahlreichen Shoppingläden und Center. Haben nur geguckt, denn wir haben ja kein Geld….mehrJ.  So zweite Mission erledigt. Folgt die dritte Mission. Was tun gegen frieren? Tja wir überlegten: Wetterfrosch anrufen und ihm sagen, er soll gefälligst die Treppe wieder hochsteigen oder lange Klamotten wieder auspacken? Wir entschieden uns für die zweite Variante. Also tief in unseren Rucksäcken gekramt und grimmig unsere Jeans ausgepackt. Zum Glück ist aber auch diese Phase wieder vorbei. Denn unsere Wohlfühltemperaturen von um die 30 Grad sind wieder erreicht (aber hören jetzt besser damit auf, weil wir sonst Angst haben, dass ihr, aus dem kalten Deutschland uns verkloppt, so ein paar Androhungen haben wir ja schon;)). Damit war der erste Tag in Brisbane auch schon wieder überstanden. Und wir mögen die Stadt und entschieden doch gleich zwei Wochen hier zu bleiben.

Für alle Menschen die wissen wollen wie wir uns verändert haben. Uli und Kim sind jetzt intellektuell oder um es auf Deutsch zu sagen wir sind Bücherfreunde und Zeitungsleser und man trifft uns eigentlich jeden Tag in der Bibliothek. Das wir dabei auch das kostenlose Internet nutzen, bleibt dabei nur eine Nebensache. Allerdings haben wir gemerkt, dass uns das Zeitunglesen nicht soo gut tut, da wir dadurch erfahren, was es an unschönen Dingen in der Welt und auch hier in Australien gibt. Wusstet ihr zum Beispiel, dass das Surfers Paradise gefährlicher ist als New York oder das die meisten Menschen, die von der Schweinegrippe erfasst worden sind in Australien leben?! Wir waren entsetzt und es gibt doch ein paar Dinge, die will man lieber nicht wissen oder? Jedenfalls hatten wir uns an den Zustand des NICHTS-WISSENS gewöhnt gehabt, naja vorbei die Zeiten;-).

Da wir schon mal bei der Intellektuellen Phase sind, besuchten wir doch auch gleich mal das Museum von Brisbane. Hier gab es alle möglichen ausgestopften Tiere und wichtige Grundlagen zur australischen Geschichte. So erfuhren wir beispielsweise, dass ein dicker Australier in einem kleinen Segelboot die Welt umsegelte oder wie man die armen Turtles zu Taschen verarbeitete, unschön, das wollten wir nicht so genau wissen. Spaß hatten wir aber allemal und es frustrierte uns auch nicht, dass der kleinste Mensch nur ein klein wenig kleiner war als wir ja okay als Kim.

Am nächsten Tag wollten wir dann mal wieder an unserer Bräune arbeiten. Das Wetter war viel versprechend und so zogen wir samt Schwimmutensil zur South Bank. Gesonnt und geschwommen und wieder gesonnt. Hatten ruck zuck  ein paar Stunden dort mit lesen und Musik hören verbracht, als wir den Rückweg antraten. Wir scherzten noch über die dunklen Wolken als der Regen auch schon begann. Zunächst waren wir noch frohen Mutes, dass es nur ein paar Tropfen sind. Wir hatten uns getäuscht und fanden uns recht schnell am Museum wieder, wo wir das kleine Naturschauspiel betrachteten. Australischen Regen hatten wir bisher nur einmal gesehen und so wie es regnete dachten wir die Welt geht unter. Den Wolken konnte man quasi zusehen, wie sie mit ihrem Regen über Brisbane hinweg zogen. Als dieser sich dann gelegt hatte konnte der Rückweg weiter gehen. An der Brücke angekommen sahen wir einen Mann, der jedes Mal pitsch nass wurde, wenn ein Bus an ihm vorbei brauste. Ein bisschen Schadenfroh wie wir halt sind marschierten wir weiter, bis…ein Bus uns erfasste. Tja kleine Sünden werden sofort bestraft und wir waren auch pitsch nass. Bei jedem weiteren Bus quetschten wir uns an das Geländer der Brücke und schrien, was nicht wirklich viel half.  Zurück im Hostel ging es erst mal duschen.

Lone Pire Koala Sanctuary Park

Genau dort hin verschlug es uns an einem sonnigen Donnerstag. Unser Problem lag mal wieder darin, wie wir diesen ausfindig machen können. Wir wussten nur, dass er außerhalb liegt und man ihn mit dem Bus 445 und 430 erreichen kann. Auf der Suche nach den Stationen standen wir schließlich vor einer Transit Information Tafel. Über unseren Köpfen große Fragezeichen, wir werden einfach aus diesen Plänen nicht schlau. Dies muss wohl auch eine pink gekleidete Dame gesehen haben, die uns ansprach und uns schließlich zu einem Informationscenter führte. Nicht so sicher, ob sie uns wirklich helfen kann liefen wir mit. Noch mehr pinke Damen und ein lautes Gegacker (an Marc: Sogar schlimmer als wir in unseren besten DeutschstundeJ) empfing uns. Das nennt man hier in Australien wohl Spaß am Arbeitsplatz. Sich immer noch nicht vom Lachanfall erholt, wollte uns eine nette Dame weiter helfen, doch so richtig wollte es zunächst nicht klappen, denn sie wurde immer wieder von einem Lachflash eingeholt. Es klappte schließlich doch noch alles und wir gingen ebenfalls lachend aus dem Center zum Bus.

Am Park angekommen empfingen uns die Vögel mit einem „Hello“. Alle Arten artig angeguckt und dann kamen wir schon zu den Koalas. Sooooo viele Wollknolle. Jedes Mal fragten wir uns wie sie es schaffen in den für uns unbequemen Positionen zu schlafen und freuten uns wenn sich mal einer bewegt. Ein Highlight diesbezüglich bleibt aber noch geheim hihi! Es ging weiter ins Kängurugehege, wo man diese auch füttern durfte. Man kann es mit einem Streichelzoo vergleichen nur eben mit Kängurus und nicht mit Ziegen. Anfangs hatten wir schon leichte Angst, dass die uns boxen könnten, sind schließlich schon ganz schön kräftig und schnell. Am Ende jedoch knuddelten wir mit ihnen und hatten jeweils einen neuen Freund gefunden (muss an der Fressenstüte und deren Hunger gelegen haben). Auch total von den kleinen in den Beuteln der Mütter entzückt mochten wir kaum wieder gehen. Schon auf dem Rückweg entdeckte Uli ihre heißgeliebten Wombats. Was an denen so süß ist fragt Kim sich bis heute, hat sie aber trotzdem fleißig fotografiert. Dazu war Uli nämlich vor lauter Hingerissenheit nicht mehr in der Lage.

Es ging schließlich wieder zum Bus und wir sitzen hier noch auf unserem Zimmer, wo wir uns die Bilder vom Tag anschauen und entscheiden, welche für euch veröffentlicht werden.

Das war die 1. Woche in Brisbane eine weitere wird folgen und wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und ein erholsames Wochenende

Vom anderen Ende der Welt (was uns erst langsam bewusst wir) grüßen und drücken euch

Kim und Uli

 

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